EMDR - ein hochwirksames Traumatherapieverfahren - Hypnose EMDR Brainspotting • Berlin

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EMDR - ein hochwirksames Traumatherapieverfahren

Verfahren

EMDR - Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Geschichte von EMDR
Anwendungsmöglichkeiten von EMDR
Wie wirkt/funktioniert EMDR?
Was ist EMDR?
Welche Nebenwirkungen gibt es bei EMDR?
Welche Risiken gibt es bei EMDR?
Welche Kontraindikationen gibt es bei EMDR?

In seiner ursprünglichen Form sah das Setting vor, dass der Klient mit seinen Augen den Bewegungen der Hand des Therapeuten folgt, während er gleichzeitig mit seiner Wahrnehmung auf einen speziellen inneren Fokus gerichtet ist. Da das Verfahren sich am Anfang ausschliesslich der Augenbewegungen bediente, erhielt es den Namen EMDR. Heute gibt es neben den klassischen Augenmustern noch differenziertere Bewegungen sowie auch auditive und kinästhetische Stimulationsformen.

EMDR wird bereits seit 1987 erforscht und umfangreiche wissenschaftliche Studien belegen beste Ergebnisse in der Traumabehandlung sowie in der Behandlung von Angststörungen, psychosomatischen Störungen und zahlreichen weiteren Erkrankungen. Schwerste Traumata, wie Missbrauch- und Gewalterfahrungen, Kriegs- und Foltertraumata, schwere Unfalltraumata, Folgen von Übergriffen und Einbrüchen, aktuelle und lange zurückliegende Schockzustände, aber auch Verlusterfahrungen durch Tod, können mit EMDR in kurzer Zeit erfolgreich behandelt werden. Nach erfolreicher Behandlung fühlen Sie keinerlei negative Emotionen mehr, wenn Sie an die traumatischen Situationen denken. Die zuvor quälenden Erinnerungen an traumatische Situationen fühlen sich nach der Durcharbeitung neutral an.

Es konnten bei den Untersuchungen Veränderungen des Gehirns im Zustand der Anwendung dieser Verfahren nachgewiesen werden. Die genaue Funktionsweise ist noch weitgehend ungeklärt.

EMDR wirkt direkt auf die für Heilung wichtigen neuronalen Bahnungen im Gehirn und lässt sich mit jedem zur Zeit gültigen Therapiekonzept in Einklang bringen. Bekannt ist, dass normalerweise Erlebnisse vom Gehirn bearbeitet und abgespeichert und wenn nötig geheilt werden, so wie eine kleine Schnittwunde ganz von selbst im Laufe der Zeit verheilt. Ein Trauma jedoch überfordert diese Verarbeitungsfähigkeiten. Die unterschiedlichsten Langzeitstudien mit EMDR weisen nach, dass dieses Verfahren schneller und besser wirkt, als sämtliche anderen bekannten Therapiekonzepte.

In den Studien wird viel Wert darauf gelegt, ehemalige Klienten nach längeren Zeiträumen erneut zu befragen. Die Ergebnisse sind mehr als zufriedenstellend, insbesondere, weil der Therapieerfolg innerhalb weniger Sitzungen erreicht wird. Bei schweren Kathastrophen werden immer EMDR-Therapeuten an die entsprechenden Orte gerufen. Die Methode ist u.a. von der American Psychological Association (APA) und der International Society for Traumatic Stress Studies (ISTSS) als effektiv anerkannt. EMDR darf nur von einem Therapeuten durchgeführt werden, der qualifiziert in EMDR ausgebildet ist und generell über fundierte traumatherapeutische Erfahrung verfügt.






Geschichte von EMDR

EMDR wurde von Frau DR. F. SHAPIRO entwickelt. Es begann mit einem Zufall, als sie bei einem Spaziergang in einem Park bemerkte, dass ihre Ängste und und massiv belastenden Gedanken aufgrund einer sie betreffenden Krebsdiagnose verschwanden und nicht wiederkamen.  Als sie recherchierte, was auf dem Spaziergang von statten ging, fand sie folgendes heraus: Ihre Gedanken kreisten um die Krebserkrankung und ihre Augen bewegten sich währenddessen hin und her. Dies war bedingt durch das Wechselspiel von Licht und Schatten, unter den Bäumen, auf die die Sonne schien. Sie entwickelte aus diesen zufälligen Bewegungen ihrer Augen die bilaterale Stimulation. Sie fing an damit zu experimentieren und erprobte diese bilaterale Stimulation zuerst an Freunden und Bekannten, dann an Kollegen und desweiteren dann auch an ihren ersten Klienten, mit bahnbrechenden Erfolgen.

Zunächst erprobte sie EMDR an Bekannten und Kollegen und schliesslich an den ersten Klienten. Danach folgten intensivste Studien speziell mit Traumapatienten, wie Vietnam-Veteranen, Missbrauchsopfern und anderen Personen mit PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung).

Es folgten Studien, zunächst mit Traumapatienten, wie Kriegsveteranen, Opfern von Missbrauch und Personen mit PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung). Diese Studien waren von maximalem Erfolg gekrönt. So wurde EMDR publik und ist heute ein sehr erfolgreiches, wenn nicht DAS erfolgreichste Verfahren im Bereich Schocktraumaverarbeitung.
Wo hilft EMDR? Bei welchen Beschwerden wirkt EMDR

EMDR gilt als gründliche und zuverlässige Traumatherapie. EMDR wirkt bei Schocktrauma und Komplextraumatisierung. Durch die Fähigkeit, starke Veränderungen herbeizuführen, wird EMDR mittlerweile erfolgreich für viele weitere Beschwerden eingesetzt. In meiner Praxis habe ich mit dem Verfahren EMDR in folgenden Bereichen gute Erfolge erzielt. EMDR ist wissenschaftlich erwiesen und hilft bei folgenden Beschwerden:

  • Einzeltraumatisierung - Schocktrauma
  • Komplextraumatisierung - Kriegsopfer, Gefangene, Folterungen, Mißbrauch u. a.
  • Ängste, wie Agoraphobie, Panikattacken, Generalisierte Angststörung, Redeangst, Sozialphobie, u. a. weiteren Phobien
  • Verkehrsunfälle
  • Überfälle
  • Reitunfälle
  • Traumatisierungen durch Bezugspersonen, Eltern, Verwandte, Freunde, Lehrer/Lehrerinnen, Erzieherinnen, Sonstige
  • Krebsdiagnose
  • Einzel- und Komplextraumatisierungen aus der Kindheit - durch Eltern, Geschwister, generelle Bezugspersonen
  • Mobbing
  • Selbstwerteinbruch
  • Trauer - Verlust von einer nahestehenden Person, Verlust eines geliebten Tieres, auch nach langer Zeit
  • Schmerzbehandlung - chronische Schmerzen, Rückenschmerzen und alle anderen Arten von Schmerzen
  • Sucht - Internetsucht, Rauchen, Essstörungen, Spielsucht, u. a.
  • Verhaltensänderungen - destruktive immer wieder kehrende Muster, Verhaltensweisen
  • Psychosomatik - Neurodermitis, Multiple Sklerose, Colitis, Asthma, Magenbeschwerden, u. a.
  • Allergien - Heuschnupfen, Lebensmittelallergien, Tierhaarallergien u. a.

Wie wirkt EMDR?  Was ist EMDR?

EMDR ist eine wissenschaftlich anerkannte, psychotherapeutische Behandlungsmethode. In der Anwendung dieser Methode wird durch die bilaterale Stimulation beider Gehirnhälften die Verarbeitung traumatisch erlebter Erfahrungen möglich. Hierbei begleitet die Therapeutin Klienten durch ein achtphasiges Behandlungskonzept. Dabei konzentrieren sich Klienten auf zuvor herausgearbeitete, bestimmte Teile der als traumatisch erlebten Situation. Die bilaterale Stimulation wird nun in den Prozess integriert, in Form von Augenbewegungen oder wechselseitigen Berührungen. Ebenfalls ist die Anwendung von EMDR über wechselseitige Klänge,Töne oder Musik durchführbar. EMDR wirkt dabei über die bilaterale Stimulation beider Gehirnhälften.

Durch die bilaterale Stimulation können fragmentierte Auslöser der traumatischen Erinnerung vollständig in das traumatische Erleben integriert werden. Es kommt zur Vervollständigung des gesamten belastenden Erlebnisses, welches dadurch verarbeitet werden kann. Hierbei bezieht EMDR alle Faktoren mit ein, die mit den Auslösern zusammenhängen. Durch die Integration und Umbewertung der Empfindungen zu den traumatischen Ereignissen, mit Hilfe der bilateralen Stimulation, kommt es zur deutlichen Abnahme der Belastung im weiteren Verlauf des EMDR Prozesses. Am Ende steht die vollständige Entlastung der Klienten bezüglich der emotional belastenden Ereignisse.

Immer mehr Osteopathen, Physiotherapeuten, Ärzte im Sportbereich wenden EMDR an, da sie verstehen, dass Schmerzen, wie alle anderen Erkrankungen auch, aufgrund ungelöster Konflikte oder Traumata entstanden sind.

EMDR wirkt auf die neuronalen Bahnungen im Gehirn und lässt sich mit jeder anderen Therapiemethode kombinieren. Die Wirkung von EMDR führt in der Regel innerhalb weniger Sitzungen zur deutlichen Entlastung mit dauerhaften Ergebnissen. In Langzeitstudien konnte nachgewiesen werden, dass dieses Verfahren schneller und effektiver wirkt, als andere Therapiekonzepte.


Die 8 Phasen der EMDR Behandlung


1. Anamnese und Behandlungsplanung
2. Stabilisierung und Vorbereitung
3. Einschätzung/Bewertung des Themas
4. EMDR prozessieren
5. Verankerung
6. Körpertest
7. Abschluss
8. Überprüfung und Neubewertung


Welche Risiken gibt es bei EMDR?

Bei Anwendung durch Laien oder unzureichend ausgebildete Therapeuten/Therapeutinnen kann es im EMDR Prozess zu vielen Risiken kommen. Der Therapeut hat die Aufgabe, den Prozess in einem geschützten, sicheren Rahmen stattfinden zu lassen und sollte über eine professionelle Ausbildung verfügen. Es ist wichtig, sich zu überzeugen, dass Klienten sich in einem stabilen Zustand befinden und entsprechende Vorarbeit muss geleistet werden, wenn Klienten instabil sind. Der Therapeut muss wissen, wann er schweigen muss, um den Prozess wirklich zu begleiten und durchzulassen, aber auch, wann er den Klienten in der Bewusstmachung der auftauchenden Bilder/Gefühle/Gedanken unterstützen muss.

Es kann passieren, dass ein Klient/eine Klientin wärend des EMDR Prozesses dissoziiert. Ein guter Therapeut erkennt das sofort und führt den Klienten/die Klientin behutsam aber bestimmt wieder zur Assoziation. Es gibt aber auch Situationen, wo es erforderlich ist, gezielt eine Dissoziation herbeizuführen.

Ein weiteres Risiko ist die Möglichkeit der Retraumatisierung innerhalb des EMDR Prozesses. Diese gilt es unbedingt zu verhindern. Durch entsprechende Vorkehrungen vor und während des Prozesses ist es machbar, einen hohen Sicherheitsgrad zu erreichen.


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