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		<title><![CDATA[Sara's Blog]]></title>
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		<description><![CDATA[Im Blog berichte ich über psychische unf psychosomatische Krankheitsbilder]]></description>
		<language>DE</language>
		<lastBuildDate>Sun, 15 Jun 2025 05:05:00 +0200</lastBuildDate>
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			<title><![CDATA[Neurozeption]]></title>
			<author><![CDATA[Sara Gonzalez]]></author>
			<category domain="https://sara-gonzalez.de/blog/index.php?category=Gehirnforschung"><![CDATA[Gehirnforschung]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000A"><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Neurozeption – Die unbewusste Wahrnehmung von Sicherheit und Gefahr </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Der Begriff Neurozeption wurde vom US-amerikanischen Neurowissenschaftler Stephen W. Porges geprägt und ist ein zentrales Konzept der Polyvagal-Theorie, die beschreibt, wie unser autonomes Nervensystem auf Reize aus der Umwelt reagiert. Im Gegensatz zur bewussten Wahrnehmung (Perzeption) beschreibt Neurozeption einen unbewussten Prozess, durch den das Nervensystem entscheidet, ob eine Situation sicher, bedrohlich oder lebensgefährlich ist – ohne dass wir es bewusst merken oder reflektieren. &nbsp;Die Rolle der Neurozeption im Alltag &nbsp;Jeder Mensch kennt das Gefühl, sich plötzlich unwohl, angespannt oder nervös zu fühlen – ohne den genauen Grund benennen zu können. </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Oftmals handelt es sich hier um eine neurozeptive Reaktion: Das Nervensystem hat auf subtile Weise Informationen aus der Umgebung, dem Gesichtsausdruck eines Gegenübers, dem Tonfall oder sogar der Körperhaltung interpretiert und eine Bewertung abgegeben – nicht kognitiv, sondern körperlich. Diese Bewertung kann zur Folge haben, dass wir entweder in einen Zustand der sozialen Verbundenheit, der Kampf- oder Fluchtreaktionoder in eine erstarrte, dissoziative Reaktion wechseln. </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Wie funktioniert Neurozeption? </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Neurozeption ist eng mit dem autonomen Nervensystem verknüpft, insbesondere mit dem Vagusnerv, einem der Hauptnerven des parasympathischen Systems. Die Polyvagal-Theorie unterscheidet drei Hauptzustände: Der ventrale Vagus-Zustand (Sicherheitsmodus): Wir fühlen uns verbunden, ruhig, sozial offen und handlungsfähig. Dieser Zustand wird durch positive Neurozeption ausgelöst – das System erkennt Sicherheit. Der sympathische Zustand (Kampf oder Flucht): Wird Gefahr wahrgenommen, reagiert das Nervensystem mit Aktivierung. Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, der Körper bereitet sich auf Aktion vor. Der dorsale Vagus-Zustand (Erstarrung/Shutdown): Wird eine Situation als überwältigend oder lebensbedrohlich bewertet, kann der Körper in eine Schockstarre fallen – als Selbstschutzmaßnahme. Neurozeption erfolgt automatisch und basiert auf der Verarbeitung sensorischer Informationen aus der Umwelt (visuell, auditiv, kinästhetisch), aus dem Körperinneren (Interozeption) sowie aus der zwischenmenschlichen Interaktion (z. B. Gesichtsausdrücke, Tonfall, Rhythmus). </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Bedeutung für die psychische Gesundheit </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"> Für Menschen mit traumatischen Erfahrungen oder chronischem Stress kann die Neurozeption "fehlkalibriert" sein. Das heißt, das System schlägt Alarm, obwohl objektiv keine Gefahr besteht. In solchen Fällen spricht man auch von einer negativen Neurozeption oder Neurozeptionsverzerrung. So können z. B. laute Geräusche, bestimmte Gerüche oder Körpersprache Erinnerungen an frühere Bedrohungen wachrufen – und das Nervensystem reagiert mit Schutzmechanismen, noch bevor der bewusste Verstand die Situation analysieren kann. Diese Fehlwahrnehmung kann zu Symptomen wie Angst, sozialem Rückzug, Aggression oder Dissoziation führen. In der Psychotherapie, insbesondere in körperorientierten Ansätzen und der Traumatherapie (z. B. Somatic Experiencing, EMDR, SEI), spielt deshalb die Neuromodulation eine zentrale Rolle – also die Wiederherstellung einer gesunden Neurozeption. &nbsp;Neurozeption in Beziehungen &nbsp;Auch in zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflusst die Neurozeption, wie wir auf andere reagieren. Wenn wir jemanden als sicher, empathisch und regulierend empfinden, ermöglicht das unserem Nervensystem, sich zu beruhigen und in den ventral-vagalen Zustand zu kommen. In der Bindungsforschung spricht man hierbei auch von Co-Regulation– dem Vorgang, bei dem Nervensysteme einander beruhigen und stabilisieren. Ein Säugling z. B. reagiert unmittelbar auf den Gesichtsausdruck und die Stimme seiner Bezugsperson. Ein liebevolles, zugewandtes Gesicht mit sanfter Stimme wird als sicher wahrgenommen und führt zu Beruhigung. Schon in der frühen Kindheit wird so die Fähigkeit zur Selbstregulation ausgebildet – oder im Falle von Vernachlässigung und Missbrauch gestört. </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Therapeutische Ansätze zur Unterstützung der Neurozeption </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Viele moderne Therapieformen berücksichtigen die Rolle der Neurozeption, indem sie nicht nur auf das Gespräch setzen, sondern auch körperliche, stimmliche oder zwischenmenschliche Elemente einbeziehen. Ziel ist es, dem Nervensystem wiederholt sichere Erfahrungen anzubieten, um eine gesunde Neurozeption zu fördern. </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Dazu gehören z. B.: </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Achtsamkeit und Atemarbeit: &nbsp;</span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Die bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit auf Atem, Körperempfindungen und den gegenwärtigen Moment kann helfen, dem Nervensystem Sicherheit zu signalisieren. </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Stimme und Musik: &nbsp;</span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Der ventrale Vagus reagiert besonders stark auf melodische Stimmen, beruhigende Musik und rhythmische Sprache – weshalb auch Gesang und Klangtherapie wirksam sein können. </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Körperorientierte Methoden: &nbsp;</span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Feldenkrais, Yoga, TRE oder somatische Psychotherapie helfen dabei, das Körpergefühl zu verbessern und Signale des Körpers besser zu interpretieren. &nbsp;Therapeutische Beziehung: &nbsp;&nbsp;Eine sichere, feinfühlige Beziehung zu einer anderen Person – z. B. im therapeutischen Rahmen – ist eines der wirksamsten Mittel zur Förderung positiver Neurozeption. </span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1">Fazit</span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5"><span class="cf1">Neurozeption ist ein unsichtbarer, aber äußerst mächtiger Mechanismus unseres Nervensystems, der unser tägliches Erleben und Verhalten stark beeinflusst. Indem wir verstehen, wie unser Körper auf Sicherheit oder Gefahr reagiert, können wir nicht nur unsere eigene Stressregulation verbessern, sondern auch empathischer mit anderen Menschen umgehen. In einer Welt, die oft von Unsicherheit und Reizüberflutung geprägt ist, wird die Fähigkeit zur feinen, gesunden Neurozeption zu einem Schlüssel für persönliche und </span><span class="cf1">gesellschaftliche Resilienz.</span></span><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 15 Jun 2025 03:05:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Wenn der Körper spricht]]></title>
			<author><![CDATA[Sara Gonzalez]]></author>
			<category domain="https://sara-gonzalez.de/blog/index.php?category=Psychosomatik"><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000008"><div><span class="fs14lh1-5"><span class="cf1">Wenn der Körper spricht – und Trauma heilt: </span><span class="cf1">Die Bedeutung frühkindlicher Konflikte in der Entstehung und Auflösung körperlicher Symptome </span></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Von Sara Gonzalez, Traumatherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Frühkindliche Bindungserfahrungen und Entwicklungstraumata beeinflussen das autonome Nervensystem, das Immunsystem und die Körperwahrnehmung tiefgreifend. Der Zusammenhang zwischen psychosozialem Stress in der Kindheit und der Entstehung chronischer körperlicher Erkrankungen ist in der psychosomatischen Forschung gut belegt – bleibt jedoch im klinischen Alltag oft unberücksichtigt. Der vorliegende Beitrag beleuchtet, wie frühkindliche Konflikte körperliche Symptome auslösen können und wie traumasensitive therapeutische Verfahren wie EMDR, Brainspotting oder andere, körperorientierte Ansätze zu einer tiefen und manchmal vollständigen Symptomauflösung führen können. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Anhand eines praxisbezogenen Beispiels wird veranschaulicht, wie der Körper als Speicher psychischer Wunden fungiert – und zugleich als Schlüssel zur Heilung dienen kann. &nbsp;In der ganzheitlichen Psychotherapie begegnen wir immer wieder Menschen, deren körperliche Symptome medizinisch nicht erklärbar sind – und die dennoch unter hohem Leidensdruck stehen. Klassische Diagnosen wie Reizdarm, Gastritis, Migräne oder chronische Erschöpfung u.v. m. zeigen sich oft resistent gegenüber medikamentöser oder rein symptomorientierter Behandlung. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Immer mehr Forschung und klinische Erfahrung legen nahe, dass frühkindliche Konflikte, insbesondere im Kontext von Bindungsverletzungen, Vernachlässigung oder emotionaler Überforderung, die bedeutsame Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung solcher Symptome spielen. &nbsp;Der Körper als Speicher kindlicher Erfahrungen &nbsp;Traumatische Erfahrungen in der Kindheit – insbesondere, wenn sie nicht verbal verarbeitet oder durch eine sichere Bezugsperson reguliert werden konnten – prägen das Nervensystem dauerhaft. Besonders das autonome Nervensystem (Sympathikus/Parasympathikus) und die HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse) reagieren auf chronischen Stress mit dauerhafter Alarmbereitschaft. &nbsp;Diese „biologische Übererregung“ kann sich in folgenden Symptomen äußern: Magenschmerzen, Reizdarm, chronische Gastritis, Autoimmunprozesse, Migräne, Tinnitus, Muskelverspannungen, Fibromyalgie und letztlich in allen Symptomen, die dann als Krankheit zusammengefasst werden und einen schulmedizinischen Namen erhalten. &nbsp;&nbsp;Unklare somatische Symptome trotz Ausschlussdiagnostik </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Fallbeispiel: Trauma als Wurzel – und Tür zur Heilung In der therapeutischen Arbeit mit einer Patientin, die seit vielen Jahren unter wiederkehrender Gastritis litt, zeigte sich nach intensiver ressourcenorientierter Stabilisierung (u. a. EMDR und körperfokussierte Arbeit) ein zentraler emotionaler Auslöser: eine prägende, beschämende Erfahrung in der Kindheit, in der sie sich emotional ausgeliefert und hilflos gefühlt hatte. Durch die gezielte Bearbeitung dieser Szene konnte sich nicht nur die emotionale Bewertung verändern – auch die körperlichen Symptome lösten sich sukzessive auf. Nach mehreren Sitzungen berichtete die Klientin erstmals seit Jahren über eine vollständige Beschwerdefreiheit. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Traumatherapie als somatische Integration &nbsp;Moderne traumatherapeutische Verfahren, die ich anwende, zielen nicht nur auf kognitive Einsicht, sondern insbesondere auf die Verarbeitung impliziter, körperlich gebundener Erinnerungen. &nbsp;&nbsp;Insbesondere EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) arbeitet über bilaterale Stimulation und hilft, neuronale Blockaden aufzulösen. &nbsp;Brainspotting nutzt die Blickrichtung zur Aktivierung tiefer neuronaler Netzwerke und verarbeitet Erfahrungen über die Körperwahrnehmung. &nbsp;NARM verfolgt einen wertschätzenden, erforschungsorientierten Ansatz und arbeitet sowohl Top down, als auch Bottom up. &nbsp;All diese Methoden respektieren das Tempo des Nervensystems und ermöglichen oft eine Heilung, wo Gesprächs- oder Verhaltenstherapie an Grenzen stößt. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Forschungslage: Trauma und körperliche Erkrankungen &nbsp;Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und körperlicher Krankheitslast: &nbsp;Die ACE-Studie (Felitti et al., 1998) zeigt: Je höher die Zahl belastender Kindheitserfahrungen (Adverse Childhood Experiences), desto höher das Risiko für chronische Erkrankungen wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs oder Autoimmunerkrankungen. &nbsp;Studien zur psychoneuroimmunologie (z. B. Ader et al., 2001) belegen, dass frühkindlicher Stress Entzündungsprozesse und Immunreaktionen nachhaltig beeinflusst. &nbsp;Die Polyvagal-Theorie (Porges, 2011) liefert ein neurobiologisches Modell, wie das autonome Nervensystem auf Traumatisierung mit Dysregulation und körperlichen Symptomen reagiert. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Fazit </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Die Erfahrung, dass sich ein körperliches Symptom vollständig auflöst, wenn sein psychischer Ursprung erkannt und verarbeitet wird, ist tiefgreifend – und häufig. Sie verweist auf das enorme Potenzial traumasensibler, körperbezogener Psychotherapie. &nbsp;&nbsp;Für die therapeutische Praxis bedeutet das: &nbsp;Symptome sind oft mehr als bloße Störungen – sie sind Botschafter einer ungelösten Geschichte. Wenn diese Geschichte gehört und gehalten wird, darf der Körper loslassen. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Literaturverzeichnis </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Ader, R., Felten, D. L., &amp; Cohen, N. (2001). </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Psychoneuroimmunology. Academic Press. &nbsp;Felitti, V. J., Anda, R. F., Nordenberg, D., et al. (1998).</span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Relationship of childhood abuse and household dysfunction to many of the leading causes of death in adults. American Journal of Preventive Medicine, 14(4), 245–258. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Grand, D. (2013). </span><span class="fs12lh1-5 cf1">Brainspotting: Die neue Methode zur Behandlung von Trauma, Stress und Schmerz. VAK Verlag. &nbsp;Levine, P. A. (2010). </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Sprache ohne Worte: Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt. Kösel. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Porges, S. W. (2011). The Polyvagal Theory: Neurophysiological Foundations of Emotions, Attachment, Communication, and Self-regulation. Norton. </span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1">Van der Kolk, B. (2014). The Body Keeps the Score: Brain, Mind, and Body in the Healing of Trauma. Viking.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 15 Jun 2025 02:44:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Warum Du keine Veränderung willst]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://sara-gonzalez.de/blog/index.php?category=Bindungstrauma"><![CDATA[Bindungstrauma]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000007"></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 26 Oct 2024 19:54:00 GMT</pubDate>
			<link>https://sara-gonzalez.de/blog/?warum-du-keine-veraenderung-willst</link>
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			<title><![CDATA[Affirmationen nützlich?]]></title>
			<author><![CDATA[Wood, Joanne V., Perunovic, W.Q. Elaine, & Lee, John W.]]></author>
			<category domain="https://sara-gonzalez.de/blog/index.php?category=Verfahren"><![CDATA[Verfahren]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000006"></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 23:44:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Spuk im Blut des Menschen? – Entdeckung der feinstofflichen Materie]]></title>
			<author><![CDATA[Sara Gonzalez]]></author>
			<category domain="https://sara-gonzalez.de/blog/index.php?category=Blutexperiment"><![CDATA[Blutexperiment]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000005"></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 18:22:00 GMT</pubDate>
			<link>https://sara-gonzalez.de/blog/?spuk-im-blut-des-menschen----entdeckung-der-feinstofflichen-materie</link>
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			<title><![CDATA[Dissoziation]]></title>
			<author><![CDATA[Sara Gonzalez]]></author>
			<category domain="https://sara-gonzalez.de/blog/index.php?category=Bindungstrauma"><![CDATA[Bindungstrauma]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000004"><div><span class="fs14lh1-5"><b>Formen und Symptome der Dissoziation</b></span></div><div><br></div><div>
	
	
	

<div>
<b><span class="fs14lh1-5">Dissoziation</span></b></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
Die Dissoziation geht von der leichten Dissoziation bis zu
Dissoziativen Identit<span class="fs12lh1-5">ätsstörung.
Es gibt auch bei normalen nicht erkrankten Menschen immer wieder
Formen der leichten Dissoziation aber die Übergänge in eine
Dissoziation, die stärker ist und Krankheitswert hat, sind
fliessend. Die leichte Dissoziation wird von Betroffenen sogar als
angenehm empfunden. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Das
kennst Du bestimmt auch, wenn Du vielleicht vergessen hast, wo Du
etwas wichtiges hingelegt hast, wenn Du z. b. tagträumst. Es ist ein
Wegdriften von der Realität, wie in Trance, so dass Du Dich
vielleicht nach einer längeren Autofahrt nicht mehr im Detail
erinnerst, wo Du abgebogen bist oder ob Du an der einen oder anderen
Ampel angehalten hast oder wenn Du nicht mehr weißt ob Du den Herd
ausgemacht hast. Es kann aber auch sein, dass Du einer Unterhaltung
nicht gut folgen kannst, weil diese vielleicht langatmig ist und Du
driftest ab, Deine Gedanken gehen woanders hin. Wenn Du z. b. im Flow
bist, während Du arbeitest, das ist auch eine Form der Dissoziation.
Dies zählt alles zu der gesunden Form der Dissoziation. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Die
Dissoziation ist eine Schutzreaktion des Gehirns- und des
Körpersystems, es heisst im Grunde Trennung, es ist ein
Auseinanderfallen von psychischen Funtkionen. Das heisst, dass unser
Denken, Handeln und Fühlen voneinander getrennt sind. Das kann zu
bedrohlichen Zuständen führen. Psychische Funktionen, das
Wahrnehmen und das Bewusstsein sind vollkommen fragmentiert, d.h.
zerstückelt. Die Dissoziation ist das Gegenteil der Assoziation, was
Verbindung heisst, sprich, Gedanken oder Ideen werden miteinander
verknüpft.</span></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Wenn
Ihr wissen wollt, wie sich die schwereren Formen der Dissoziation
zeigen, bis hin zur dissoziativen Identitätsstörung, und was Du
dagegen tun kannst, dann bleib gerne dran.</span></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Dissoziation
bedeutet, wenn unsere Gedanken, unsere Wahrnehmungen von einander
getrennt sind. Wenn ein Ereignis traumatisch war und nicht mehr
aufzunehmen, dann springt die Schutzfunktion unseres Gehirns an. Hier
kommen wir nun zu der störungsbedingten Dissoziation. Es gibt diese
nicht angenehmen Momente der Dissoziation wenn wir uns zB. Nach einem
anstrengenden Arbeitstag leer fühlen oder auch nach einer langen
Phase der Konzentration. Das ist noch die leichteste Form der
krankhaften Dissoziation.</span></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Jetzt
kommen wir zu den schweren Formen der Dissoziation. Bei Depressionen,
Angststörungen aber auch bei anderen psychischen Störungen, wie
Persönlichkeitsstörungen erleben die Betroffenen oft schwere
dissoziative Zustände, die länger andauern und dadurch ein wirklich
unangenehmes Identitätsgefühl auslösen.</span></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Ich
möchte an dieser Stelle mal über die vielen verschiedenen Symptome
der Dissoziation sprechen. Die leichten Formen haben wir eingangs
besprochen, jetzt kommen die Symptome, die wirkliches Leiden
verursachen. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<b><span class="fs12lh1-5">Derealisation
als dissoziatives Symptom</span></b></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Bei
dieser Störung ist das typische Gefühl, die Umwelt verändert und
nicht mehr real wahrzunehmen, die Umgebung wirkt fremd, unvertraut
und abnormal. Betroffene fühlen sich völlig der Welt entrückt.
Dies wird häufig als sehr unangenehm und bedrohlich wahrgenommen.
Die Umgebung, andere Menschen und Objekte werden als verzerrt,
unwirklich, stumpf wahrgenommen. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<b><span class="fs12lh1-5">Depersonalisation
als dissoziatives Symptom</span></b></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Während
die Derealisation die Störung der Umgebungswahrnehmung meint,
bezeichnet die Depersonalisation die Störung der Eigenwahrnehmung,
also wie Du Dich selbst und Deinen Körper wahrnimmst. In einer
schwachen Form ist des das Gefühl des „Neben sich stehens“ und
nicht im Kontakt mit sich selbst Fühlens. Kennst Du vielleicht, wenn
Du bei einer mündlichen Prüfung vielleicht sehr aufgeregt bist und
das dann so empfindest, als seiest Du nicht mehr in Deinem Körper.
Auch könntest Du es kennen, wenn Du eine Panikattacke hast und das
Gefühl fühlst als würdest Du Dich auflösen oder bei
Borderlinestörungen, wenn Du in einer Art Wutrausch bist. Es kann
sich aber auch so anfühlen, als wenn z. b. ein Arm oder Bein nicht
mehr zu Dir gehört. Vielleicht kennst Du das, wenn Du aufwachst und
Dein Arm ist eingeschlafen und er fühlt sich taub an. Du weißt
zwar, dass er zu Dir gehört aber Du fühlst ihn nicht mehr wirklich,
das ist sehr unangenehm. So kann sich beispielsweise nur der Arm taub
anfühlen oder aber auch andere Teile des Körpers oder der gesamte
Körper. Dieses Einschlafen des Armes wird dann oft als
Karpaltunnelsyndrom oder Nervenerkrankung diagnostiziert, wobei es in
Wirklichkeit eine Form der Dissoziation ist. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Depersonalisation
und Derealisation sind Ich-Störungen. Die Gemeinsamkeit dieser
beiden vorgenannten Symptomkomplexe sind, dass die Betroffenen die
Grenze zwischen sich und der Umwelt als gestört wahrnehmen. Sie
können sich nicht spüren, nehmen sich für eine Zeit nicht als
Einheit, als Ganzes wahr. Diese Störung der Ich-Umwelt-Grenze ist
eine Störung des Ich-Erlebens, deshalb spricht man in der
Psychologie von Ich-Störungen.</span></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<b><span class="fs12lh1-5">Amnesie
als dissoziatives Symptom</span></b></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Den
Begriff Amnesie verbinden wir mit Vergesslichkeit bzw. sich an etwas
nicht mehr erinnern können. Die dissoziative Amnesie ist ein
Erinnerungsverlust, deren Ursache ebenfalls Stress und Trauma ist.
Traumatische Situationen können schlicht zu viel sein für unsere
Psyche. Solche Situationen können dazu führen, dass die Erlebnisse
direkt ins Unbewusste verdrängt werden und wir uns später nicht
mehr daran erinnern können. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<b><span class="fs12lh1-5">Was
sind also dissoziative Störungen?</span></b></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Dissoziative
Störungen sind schwere chronifizierte dissoziative Zustände und
bilden ein ganz eigenes Störungsbild. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Menschen,
die darunter leiden, haben einen extrem hohen Leidensdruck, da ihr
Identitätsbewusstsein im Prinzip nicht vorhanden ist. Es sind bei
dissoziativen Zuständen Erinnerungen, Wahrnehmung und Bewusstsein
für Momente oder auch eine längere Zeit getrennt. Sogar die
Kontrolle über Körperbewegungen oder Körperempfindungen können
fehlen. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Oft
erholen sich Menschen nach Wochen oder Monaten von der langen
dissoziativen Störung, unbehandelt kann sie aber immer wieder
auftreten.</span></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Wir
kommen jetzt zu den nächsten möglichen </span><span class="fs12lh1-5">Symptomen
der Dissoziation, das ist</span></div>
<div>
<br>

</div>
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<div>
<b><span class="fs12lh1-5">Die
dissoziative Fugue</span></b></div>
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</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Hierbei
läuft eine Person plötzlich und ziel- und willenlos weg und kann
sich nachher nicht mehr daran erinnern, warum sie es getan hat und wo
sie hingelaufen ist. Es gibt in dem Moment keine objektiven Gründe
dafür, den Ort zu wechseln, das kann manchmal über tausende
Kilometer und Landesgrenzen hinweg passieren, ohne je einen Willen
oder Entschluss dazu gefasst zu haben. Bei der Dissoziativen Fugue
tritt ebenfalls eine Dissoziative Amnesie ein, dh. Die betroffene
Person kann sich nicht mehr erinnern, weggelaufen zu sein. Das
Verhalten wirkt in der Zeit nicht auffällig. Meist klingt der
Zustand nach Tagen oder Monaten spontan ab. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Eine
weitere Form der Dissoziation ist</span><b><span class="fs12lh1-5">
</span></b>
</div>
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<br>

</div>
<div>
<b><span class="fs12lh1-5">Der
Dissoziative Stupor</span></b></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Stupor
kommt aus dem lateinischen und bedeutet Erstarrung. Damit ist das
wichtigste Element der Störung schon genannt. Die Betroffenen
erstarren einfach motorisch und reagieren nicht auf äussere Reize,
wie Licht, Berührungen, Ansprache oder Geräusche. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<b><span class="fs12lh1-5">Multiple
Persönlichkeitsstörung/Dissoziative Identitätsstörung</span></b></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Der
Vollständigkeit halber möchte ich noch die Multiple
Persönlichkeitsstörung, auch als Dissoziative Identitätsstörung
nennen, die ich allerdings selber nicht behandle. Hier geht es um
Opfer schwerster Gewalt bis hin zu Folterungen und rituellem
Missbrauch. Das ist die Störung, wo viele Laien denken, das ist die
Schizophrenie, die sich allerdings ganz anders äussert. </span>
</div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Bei
der dissoziativen Identitätsstörung, sie ist eine der schwersten,
psychischen Erkrankungen, spaltet sich die Persönlichkeit im
Traumaerleben auf in viele verschiedene Persönlichkeitsanteile auf,
die mitunter etwas voneinander wissen können oder auch nicht. Mit so
einem nicht vorhandenen Identitätsgefühl ist es nahezu unmöglich,
am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Betroffenen wechseln
zwischen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen, die alle im Körper
existieren, hin und her. Die verschiedenen Persönlichkeiten haben
eigene Interessen, Erinnerungen, Fähigkeiten, unterschiedliche
Geschlechter, Alter und Stimmlagen. Hier ist z. B. Michaela Huber
oder Gabriele Kahn eine ansprechbare Therapeutin, die sogar in diesen Bereichen ausbilden.</span></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Zusammenfassend
kann ich also sagen, dass die Dissoziation ein
Selbstschutzmechanismus ist. Je stärker das Trauma oder die
Belastung war, desto stärker ist die dissoziative Reaktion.</span></div>
<div>
<br>

</div>
<div>
<span class="fs12lh1-5">Die
Spaltung der Persönlichkeit ist eine Extremform der Dissoziation.</span></div>
<div>
<br>

</div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 26 Jan 2024 02:16:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Narzissmus]]></title>
			<author><![CDATA[Sara Gonzalez]]></author>
			<category domain="https://sara-gonzalez.de/blog/index.php?category=Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung"><![CDATA[Persönlichkeitsstörung]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000002"><div><span class="fs14lh1-5"><b>Narzissmus</b></span></div><div><br></div><div class="imTAJustify">Ein von Narzissmus geprägter Mensch ist in seinem Selbstwert sehr instabil, und zeigt in der Aussenwirkung ein durch Schein geprägtes, überzogenes, übergroßes Selbstbewusstsein. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Ein von Narzissmus geprägter Charakter interessiert sich ausschließlich für sich selbst und dass er nach aussen möglichst unerschütterlich mutig und stark wirkt. Der Charakter ist schauspielhaft und massiv manipulativ.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><b>Ein Narzisst kann auf verschiedene Weise manipulieren:</b></span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Charme und Überzeugungskraft: Narzissten können sehr charmant und überzeugend sein, um andere um den Finger zu wickeln. Sie demonstrieren oft eine gute Selbstkontrolle und scheinen intelligent und selbstsicher zu sein.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Gaslighting: Ein Narzisst kann dabei helfen, jemanden von der eigenen Realität abzulenken, indem er oder sie jemanden dazu bringt, sich unangemessen zu verhalten. Sie stellen die Realität und Meinungen ihrer Mitmenschen in Frage.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Schuldzuweisungen: Narzissten geben anderen oft die Schuld für ihre eigenen Fehler und Fehler. Sie können sehr gut darüber sprechen und ihre Opfer beschuldigen ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Emotionaler Missbrauch: Narzissten können emotional missbrauchen, indem sie ihre Opfer beleidigen und demütigen. Sie machen das Opfer oft lächerlich und geben ihm das Gefühl, dass seine Meinung nicht zählt.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Stillstand: Ein Narzisst kann seinen Mitmenschen zeigen, dass sie wertlos sind, um sie unter Kontrolle zu bringen. Sie können drohen, Beziehungen zu beenden oder andere Beziehungen zu gefährden, um ihre Macht über ihre Opfer zu halten.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Die Schuld auf einem "unvorhersehbaren" Ereignis schieben: Ein Narzisst kann Situationen erzeugen, bei denen er eine Entschuldigung finden kann um andere zu manipulieren. Beispielsweise heißt es dann "wir müssen jetzt so weitermachen, weil ich kurzfristig verhindert war". </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur einige der Methoden sind, die Narzissten nutzen können, um andere zu manipulieren. Die Manipulation von jemandem kann für das Opfer verheerend sein und hilft dem Narzissten, seine Ziele zu erreichen.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><b>Wie entsteht der Charakter eines Narzissten?</b></span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Der Charakter eines Narzissten wird Umweltfaktoren geprägt. Einige der Faktoren, die zur Entwicklung von narzisstischen Persönlichkeitszügen beitragen können, sind:</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Frühe Kindheitserfahrungen: Menschen, die in ihrer Kindheit viel Aufmerksamkeit bekommen haben oder als sehr talentiert oder besonders betrachtet wurden, können ein übermäßiges Selbstwertgefühl entwickeln. Auf der anderen Seite können Menschen, die in ihrer Kindheit vernachlässigt oder missbraucht wurden, sich möglicherweise auf sich selbst konzentrieren, um sich selbst zu schützen.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Verhalten der Eltern: Narzissmus kann auch durch das Verhalten der Eltern beeinflusst werden. Eltern, die ihre Kinder ständig kritisieren oder ihnen unrealistische Erwartungen setzen, können dazu beitragen, dass ihre Kinder narzisstische Persönlichkeitsmerkmale entwickeln.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Kulturelle Einflüsse: In einigen Kulturen wird Narzissmus mehr geschätzt als in anderen. Eine Kultur, die das Streben nach Geld, Macht und Ruhm preist, kann dazu beitragen, dass Menschen eher narzisstische Persönlichkeitsmerkmale entwickeln.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Insgesamt ist die Entstehung von Narzissmus eine komplexe Angelegenheit, die viele verschiedene Faktoren umfasst.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><b>Wie wirkt sich das Verhalten des Narzissten/der Narzisstin auf die Partnerin/den Partner aus oder auch auf Menschen die im engen Kontakt mit der Person sind?</b></span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Der Partner eines Narzissten leidet u. a. unter emotionalem Missbrauch, Vernachlässigung, Kritik und Demütigung. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Ein Narzisst tendiert dazu, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und den Partner zu vernachlässigen. Der Partner eines Narzissten kann auch unter manipulativen Techniken leiden. Der Partner eines Narzissten kann auch unter dem ständigen Druck leiden, die Bedürfnisse des Narzissten zu erfüllen, was zu einer Abhängigkeit von der Beziehung führen kann. Die Beziehung zu einem Narzissten kann auch eine starke emotionale Belastung sein und den Partner dazu bringen, sich selbst zu zweifeln und zu fragen, ob er genug ist.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Menschen, die mit Narzissten eng zusammenarbeiten oder -leben, können eine Vielzahl von Schäden davontragen, je nach Schweregrad und Dauer der Interaktionen. Hier sind einige Beispiele:</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Emotionaler Missbrauch: Narzissten neigen dazu, andere zu manipulieren und zu kontrollieren, um ihre Bedürfnisse, Wünsche und Ziele zu erfüllen. Sie können ihre Partner kritisieren, schikanieren, beleidigen, demütigen und isolieren, um ihre Macht zu demonstrieren und ihre Existenzabhängigkeit zu erhöhen. Dies kann zu einer tiefen Verletzung des Selbstwertgefühls und des Vertrauens in die zwischenmenschlichen Beziehungen führen.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Kognitive Verzerrungen: Narzissten neigen dazu, die Realität zu verzerrern, um ihre Überlegenheit und Selbstverherrlichung aufrechtzuerhalten. Sie können falsche Informationen verbreiten, die Wahrheit verdrehen, Fakten ignorieren und andere diskreditieren, um ihre Version der Wahrheit zu stärken. Dies kann zu Verwirrung, Unsicherheit und einem Verlust des Sinns für die Realität führen.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Codependenz: Narzissten können ihre Partner in eine Abhängigkeit von ihrer Zustimmung, ihrer Zuneigung und ihrer Bestätigung führen. Sie können die Bedürfnisse und Meinungen anderer ignorieren und stattdessen ihre eigenen Prioritäten setzen, um ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Dies kann zu einem Verlust des Selbstverständnisses und des Eigenwertes führen, da die Opfer versuchen, den Anforderungen des Narzissten gerecht zu werden, anstatt für ihre eigenen Werte zu kämpfen. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Posttraumatische Belastungsstörungen: Menschen, die mit Narzissten zusammenleben, können langfristige gesundheitliche Auswirkungen haben, die ihre körperliche und geistige Gesundheit beeinträchtigen. Beispiele für diese Auswirkungen sind Angstzustände, depressive Episoden, Schlaflosigkeit, Alpträume, Flashbacks und Panikattacken. Körperlich zeigen sich häufig Magenschmerzen, Halsschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen am Bewegungsapparat, Kopfschmerzen, bzw. Migräne und Herzschmerzen. Diese Symptome können Jahre oder Jahrzehnte nach dem Verlassen oder dem Ende einer Beziehung mit einem Narzissten bestehen bleiben.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Finanzielle Ausbeutung: Narzissten können ihre Partner finanziell ausbeuten, um ihre eigenen Lebensstile oder Ziele zu finanzieren. Dies kann durch den Diebstahl von Geld, das Überladen von Kreditkarten und das Ausnutzen von Beziehungen geschehen, um freie Unterkunft, Verpflegung und andere Ressourcen zu erhalten. Dies kann zu einem Verlust der finanziellen Stabilität und der Autonomie führen, was schwere Auswirkungen auf die Zukunft der Betroffenen haben kann.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Grundsätzlich kann ich sagen, dass Menschen, die Narzissten anziehen, als Muster ihre Kindheit, bzw. Teile, der Kindheit wiederholen. Das heisst, dass diese Charakterzüge ihnen nicht fremd sind.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">In der Regel gehen Narzissten nicht zu einem Therapeuten, weil sie sich nicht eingestehen können, dass sie selbst ein Problem haben.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><b>Wie kann man mit Opfern von narzisstischem Missbrauch arbeiten?</b></span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Die Zugrundelegung ist die Bewusstmachung der in der Kindheit erlebten Muster und die Arbeit mit den inneren Kindheitsanteilen. Echte Erkenntnisse (Gehirn und Bauchgefühl arbeiten zusammen) über manipulative oder weitere Eigenschaften der Bindungspersonen und Erlebnisse mit Ihnen, die die Klientin/den Klienten geprägt haben. Bewusstmachung über die frühesten mit den Belastungen einhergehenden Situationen und Auflösung oder Veränderung derer. &nbsp;Verarbeitung der schlimmsten Schockmomente, dadurch keine Emotion mehr zum Geschehenen. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Durch das Erkennen der Prägung narzisstischer Verhaltensweisen und mit Hilfe der Einwirkung auf das Unterbewusstsein werden Klientinnen/Klienten in die Lage gebracht sich selbst zu verändern, können Manipulationen klar erkennen, bei sich bleiben, sich wertschätzen, für sich einstehen und Grenzen setzen, bzw. werden sie keine Narzissten mehr in ihr Leben ziehen.</div><div class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 21 May 2023 19:21:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Bindungstrauma - Die vier Bindungstypen nach John Bowlby]]></title>
			<author><![CDATA[Sara Gonzalez]]></author>
			<category domain="https://sara-gonzalez.de/blog/index.php?category=Bindungstrauma"><![CDATA[Bindungstrauma]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000000"><div><span class="fs14lh1-5"><b>Bindungstypen nach John Bowlby</b></span></div><div><br></div><div class="imTAJustify">Die Qualität der Bindung zwischen Erwachsenen und Kleinkindern ist zentral für das Leben eines Menschen. Wie sie sich entwickelt hat, zeigt später im Erwachsenenalter und in den dann gelebten Beziehungen. Das Verhalten in den Beziehungen kann aufgrund einer frühen sicheren Bindung entweder gesund oder im Verhalten gestört sein. Im Grunde sind die Erwachsenen immer bemüht, ihre Beziehungen so einzurichten, dass sie möglichst wenig leiden müssen, wiederholen aber ihre Bindungsmuster fortlaufend. Dazu erzähle ich mehr in meinen Videos, nun aber erstmal die Erklärung der Bindungstypen und ihrer Folgen. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Wie sieht eine sichere Bindung überhaupt aus? Ist eine soziale und emotional starke Bindung vorhanden, so kann das Kind Urvertrauen, Selbstvertrauen und Vertrauen in die Umwelt entwickeln.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Kinder kommen auf die Welt und wollen Liebe, Zuneigung und Geborgenheit erfahren. Hat der erste positive Kontakt zur Bindungsperson, also Mutter oder Vater stattgefunden, so kann die Bindung langsam und sorgfältig weiter aufgebaut werden. Dies dauert Zeit, da diese Bindung emotional stabil aufgebaut werden muss. Ist die Bindung soweit stabil, kann das Kind beginnen zu explorieren. Kinder sind von Hause aus neugierig und haben einen starken Entdeckungsdrang. Sie möchten ihre Umwelt erkunden. Gewinnbringende Exploration ist nur möglich, wenn eine sichere Bindung vorhanden ist. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><b>1. Der sichere Bindungstyp</b></span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Der erste Bindungstyp ist also eine Sichere Bindung. Wie ist diese sichere Bindung geprägt? Mutter und Vater zeigen Feinfühligkeit und schnelle Reaktion auf etwaige Bedürfnisse des Kindes. Die Bindungsperson lernt die Signale des Kindes richtig zu deuten. Wenn das Kind beispielsweise um die Mittagszeit schreit, weiss die Bindungsperson, dass es Hunger hat oder müde ist. Wenn das Kind nach dem Essen und schlafen legen zufrieden ist, weiss die Bindungsperson, dass sie die Bedürfnisse des Kindes richtig gedeutet hat. Zudem kann die Bindungsperson sich dazulegen und das Kind streicheln oder ihm etwas vorlesen, bis es eingeschlafen ist. Idealerweise ist das Kind dazu im selben Raum, wie die Bindungsperson, z. B. in der Küche oder im Wohnzimmer. So kann die Mutter oder der Vater sofort reagieren, wenn das Kind wach wird und schreit. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Ein Kind stören Hintergrundgeräusche wie Geschirrklappern oder Kochen nicht. Auch Musik kann sehr angenehm für das Kind sein, sowie auch Gerüche der Bindungsperson im Raum wahrzunehmen. Dies steigert in der Regel das Wohlbefinden noch. Wenn das Kind nach etwas greift oder etwas deutet, weiss die Bindungsperson, dass sie darauf reagieren sollte. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Auch wenn das Kind eine bestimmte Sache schon etliche Male ausgeführt hat, regt sich die Bindungsperson nicht auf sondern unterstützt das Kind wieder und wieder bei seinen Erfahrungen. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Es ist normal dass ein kleines Kind weint oder schreit, wenn die Bindungsperson den Raum verlässt. Dabei lässt es sich auch nicht von anderen, vielleicht im Raum anwesenden Personen, beruhigen. Reagiert die Bindungsperson auf das Weinen oder Schreien und betritt den Raum, tröstet das Kind und beruhigt ist, so lernt das Kind, dass es sich auf die Bindungsperson verlassen kann und kann sich wieder dem Explorieren zuwenden. Ein solches Kind baut auf die Erfahrungen auf, die es schon gemacht hat, dass immer Sicherheit, Kontakt, Reaktion und Zuwendung gegeben ist und kann nun eine weitere, vertrauensbildende Erfahrung abspeichern. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Ein solches Kind wird im Erwachsenenalter gut auf Menschen zugehen können, Freundschaften und Beziehungen knüpfen können, gut kommunizieren können, in sich selbst und in die Umwelt vertrauen können.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Kinder können aus einer sicheren Bindung einen unsicher vermeidenden Bindungstyp entwickeln, wenn das Kind &nbsp;verletzt, ignoriert oder zurückgewiesen wird. In der Bindungsforschung werden die unsicher gebundenen Kinder in 3 Kategorien unterteilt:</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">- Der unsicher vermeidende Bindungstyp</div><div class="imTAJustify">- Der unsicher ambivalente Bindungstyp</div><div class="imTAJustify">- Der unsicher desorganisierte Bindungstyp</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><b>2. Der unsicher vermeidende Bindungstyp</b></span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Ich beginne mit dem unsicher vermeidenden Bindungstyp. Dieser entsteht durch zurückweisendes oder ablehnendes Verhalten der Eltern.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Kinder lassen sich bei ihrer Exploration nicht stören, auch nicht, wenn die Bindungsperson den Raum verlässt. Man meint erstmal, dass dies darauf hindeutet, dass das Kind ein sicheres Selbstwertgefühl und eine Stabilität im Vertrauen aufweist. Aber leider ist genau das Gegenteil der Fall. Dieses Kind hat gelernt, dass nicht auf seine Bedürfnisse eingegangen wird, egal was es dafür tut. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Das Kind wird sich zu Beginn mehrfach um Aufmerksamkeit bemüht haben, was aber nicht zum angestrebten Ergebnis geführt hat. Insofern hat es bereits aufgegeben, sich weiter um Beachtung oder Erfüllung seiner Bedürfnisse zu kümmern. Dies kann dazu führen, dass das Kind mit Frust oder negativen Emotionen nicht umgehen kann. &nbsp;</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Desweiteren hat es kein positives Selbstbild entwickeln können. Dieses kommt zustande durch das Bild, welches das Kind von sich hat und das Bild, welches Andere von dem Kind haben. Wenn das Kind früher seine Bedürfnisse nicht erfüllt bekommen hat, und das Kind zurückgewiesen wurde, so besteht für das Kind die Annahme, dass die Eltern kein Interesse an ihm haben. Das Wesen des Kindes kann dann in der späteren Entwicklung zu ängstlichem, aggressivem oder antisozialen Verhalten münden. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Es gab dadurch keinen Halt in der Familie und das hat das Kind gespeichert und weiss, wenn es etwas möchte, kann es sich nicht auf die Eltern verlassen oder wird sogar zurückgewiesen. Vermutlich haben diese Eltern in ihrer eigenen Kindheit keine Wärme und Geborgenheit von ihren Eltern erfahren. Deshalb fällt es ihnen schwer, auf das Kind zuzugehen und ihm zu geben, was es für die Ausbildung einer stabilen Basis braucht.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><b>3. Unsicher ambivalenter Bindungstyp</b></span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Das Kind dieses Typs hat unsichere Verhaltensweisen der Eltern gelernt, dh dass die Eltern in ihrem Verhalten häufig hin und her schwanken. Sie sind für das Kind nicht konstant und daher sehr unsicher. Mal sind diese Eltern überschüttend mit Aufmerksamkeit und dann wieder ablehnend. Das Kind muß daher immer schauen, wie sind meine Eltern gerade drauf, haben sie gute Laune oder schlechte? </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Diese Kinder leben in ständiger Angst verlassen zu werden, sind daher sehr unruhig, unsicher oder auch sehr anhänglich. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Das Gefühl auf sich alleine gestellt zu sein, ist im Kindesalter sehr gefährlich. Deshalb zeigen diese Kinder häufig ein sehr ambivalentes Verhalten, also ein gegensätzliches Verhalten. Mal ist das Kind aggressiv, dann wieder sehr liebevoll und sucht die Zuneigung der Eltern. Wie sind hier nun die Folgen? </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Das Kind zeigt beim Verlassen der Mutter starke Trauer, Angst und weinen häufig. Normalerweise würde dann die Mutter zurückkommen. Dadurch, dass das Kind aber kein konstant sicheres Bindungsverhalten erlernt hat, kann es selbst, wenn die Mutter dann zurückkommt Aggressionen zeigen. Dies kommt dadurch, dass es sich in vielen Fällen nicht auf die Mutter verlassen konnte und dadurch nicht weiß, ob das jetzt gut tut oder ob es im nächsten Moment erneut verlassen wird. Es zeigt auch keine Wiedersehensfreude. Ausserdem ist die Explorationsfreude der unsicheren ambivalenten Kinder stark eingeschränkt, da die Eltern es nicht geschafft haben dem Kind genug Raum, Rückhalt und Unterstützung zu geben. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><b>4. Unsicher desorganisierter Bindungstyp</b></span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Diese Kinder haben ziemlich sicher Eltern, die ihre &nbsp;eigenenTraumata nicht verarbeitet haben. Dies spüren die Kinder. Sie spüren, dass sie sich nicht auf die Eltern verlassen können. Desweiteren haben diese Bindungstypen oftmals Gewalt und/oder Missbrauch erfahren. Ist dies der Fall, sind Mutter und Vater als Bezugspersonen komplett ungeeignet, da sie oftmals selbst die Täter in dieser Entwicklung sind. Dabei sollten Eltern das Kind schützen und behüten, damit es eine sichere Bindung entwickeln kann. Waren die Eltern die Täter oder konnten das Kind nicht vor Tätern aus dem Aussen schützen, so kann es sein, dass das Kind kaum Liebe und Geborgenheit gespürt hat. Was sind hier die Folgen eines solchen Bindungstyps? Das Kind reagiert bei Trennung oft wiedersprüchlich. Manche Kinder werden den Eltern gegenüber aggressiv oder entwickeln stereotype Verhaltensweisen. Dies zeigt sich häufig insbesondere dann, wenn die Kinder plötzlich in Bewegungen einfrieren. Das passiert häufig bei ängstlichen Kindern. Dabei brauchen genau diese Kinder soviel Liebe und Aufmerksamkeit, haben aber gleichzeitig Angst, verletzt zu werden und können deshalb im Erwachsenenalter keine gesunden Bindungen in Beziehungen entwickeln. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Bei Kindern dieses Bindungstyps wurden im Speichel erhöhte Stresshormone nachgewiesen. D. h. Das Kind kann sich nicht auf seine Bindungsperson verlassen und erwartet auch keine Hilfe. Ein solches Kind wird Beziehungen eher vermeiden, denn Bindung ist in seinen Augen eher verletzend und nicht hilfreich. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Die unsicheren Bindungstypen können allein durch diese unstete Entwicklung eine Verlustangst entwickeln, es muß also nicht mal erfahren haben, dass eine Trennung der Eltern stattfand, es reicht schon, dass es die Bindung an die Eltern als unsicher erfahren hat. Ein Kind fühlt sich in einer unsicheren Bindung ständig gefährdet, allein auf sich gestellt zu sein, was letztlich bedeutet, dass es den Gefahren der Umwelt gegenüber ausgeliefert ist.</div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Auch als unsichere Bindungspersonen wird ein Kind Eltern empfinden, die häufig streiten. Das geht soweit, dass das Kind sich schuldig fühlt, verantwortlich fühlt, an den Streitigkeiten etwas ändern möchte, da es diese nicht mehr aushalten kann und sich dadurch hilflos ausgeliefert fühlt. Ein solches Kind trägt viel zu früh eine Verantwortung, die es nicht tragen kann und dadurch kann es Schuldgefühle und Ängste entwickeln, die später auch in Panikattacken münden können, da durch die Übernahme der zu frühen Verantwortung die Kinder unter einer zu großen Belastung leiden. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify">Jetzt habe ich Dir die 4 Bindungstypen vorgestellt und Du hast eine Ahnung davon, wie Du eine sichere und stabile Bindung zu Deinem Kind herstellst. Dies ist die Basis für das ganze Leben Deines Kindes und Du kannst dafür sorgen, dass Dein Kind später im Erwachsenenalter abwechslungsreiche, von Liebe und Zuwendung geprägte Beziehungen in jedem Bereich seines Lebens führen kann. </div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 06 May 2023 01:24:00 GMT</pubDate>
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